Spätestens beim Schreiben der ersten Blog-Inhalte sitzt mensch nicht nur vor dem Rechner, sondern auch vor einer grundsätzlichen Entscheidung:

Wie sprichst Du die Menschen an? Mit „Du“? Mit „Sie“?

In der Tat habe ich eine ganze Weile hin und her überlegt. Was tun?

Die Details erspare ich Euch. Das Ergebnis seht und lest Ihr. Aber warum das „Du“ vor einem fremden Auditorium?

Zum einen ist es Prägung. Wenn ich mit fremden Musiker/Innen probe, genügt oft das erste Abtauchen in die Musik, um uns alle vom formalen „Sie“ zum persönlicheren „Du“ hinüberwechseln zu lassen. Das geschieht zwanglos und einvernehmlich.

Mir gefällt das. Zugegeben. 🙂

Hinzu kommt, dass das Schreiben über Musik für mich im Grunde ein Gespräch ist. In meiner Vorstellung „sehe“ ich ein Gegenüber, einen Menschen, mit dem ich „schreibend spreche“, und zwar über Dinge, die mich zum Teil seit der Kindheit begleiten.

Ich merke, dass das „Du“ in diesem Kontext für mich die natürlichere, fliessendere Anredeform ist. Daher möchte ich es verwenden, wenn ich Euch als Auditorium, als Leserschaft, als Gemeinschaft anspreche – in der Hoffnung, dass das für Euch alle in Ordnung sein kann. Oder?….

In diesem Sinne:

Habt alle einen schönen Tag!