Über ein Jahr, seit der letzte Hörspielbeitrag Online gegangen ist. Ein Weltuntergang im Titel, entfernt passend in Pandemiezeiten. Danach kamen die „Gesänge zwischen Himmel und Erde“ – und bis heute wieder nichts.

Ähnlich wie Corona…, noch bleibt das so. Nicht aus Faulheit, aber wegen einee anderen Projekts, dass mich langfristiger beschäftigt.

Die aktuelle Kirchenmusik der traditionellen Art pausiert vollkommen. Als die Gemeinde die Kirchenmusik-Ankündigungen für’s kommende Gemeindeblatt angefragt hatte, war ich nach sechs Buchstaben fertig. Ratet! Richtig:

„Gar nix“

Chor, Seniorensingen, Gospelchor, Freitagschor, die Band, Gitarrenensemble, Mittwochs- und andere Konzerte: Alles Essig gerade! Zugleich nichts, was nicht hundertfach gesagt oder geschrieben wäre.

Aber das Traurige vielleicht in lustig? Gab’s immer wieder…, erinnert Ihr Euch an Udo Lindenberg, der mit seinem „Sonderzug nach Pankow“ die damalige traurige DDR sehr lustig aufgemischt hatte? Hier das Original auf YouTube. 😂 Nun…, nach einer „unbeabsichtigt glücklichen“ Formulierung in einer Mail ist mir Udos Song eingefallen – und hatte mir in der Folge eine vergnügliche Stunde beschert.

Für die Realisierung herzlichen Dank an Christine Maubach und Johannes Bongartz. Außerdem war mein siebenjähriges Söhnchen dabei. Das Zwergelchen hat die Produktion mit Rat und (hörbarer) Tat begleitet. 🥰

Ah…, und falls Udo zufällig mitlesen/-hören sollte:

Hallolo, Jodeldiho – und Dank für die Vorlage! Trés chique! 🙋🏻‍♂️


Sonderzug nach Krankow

„Sonderzug nach Krankow“, Cover-Version von Udo Lindenbergs „Sonderzug nach Pankow“

Text

Entschuldige sehr…, ich brauch‘ kein‘ Sonderzug nach Krankow.
Ich muss da heut‘ noch nicht hin, auch nicht mit Stopp in Berlin.
Ich muss auch nix klär’n, mit keinem Oberindianer,
ich will mein Jodeltalent nur mal probier’n mit ’ner Band.

Ich bring‘ ’ne Dosis Impfe mit, die schmeckt zwar nicht lecker,
die bringt dich aber schnurstracks neben Erich Honecker.
Und ich sag: „Corona, ich sing‘ mit Covid schon ma‘
im Republikpalast, wenn du dich schasst!“

Es reicht schon, wenn der Chor mal wieder jubelt und jodelt,
ganz ohne, dass da gleich wer in die Charité rodelt.
Nur das kleine Covi, nur das kleine Covi,
das will das nicht, und das verstehen wir nicht.

Ich weiß genau, da draußen schätzt dich wirklich niemand.
Folg‘ einfach der DDR! Das wünschen stündlich sich mehr!
Och, Covi, sach an, bist du denn wirklich so ein sturer Schrat?
Warum verziehst du dich nicht, wie einst der Arbeiter- und Bauernstaat?

Im Lockdown dürfen blöderweise Chöre nicht singen,
die Band darf nichts Gescheites mehr zum Vortragen bringen.
Und ich sag: „Corona, ich sing‘ sogar für dich ma‘
im Republikpalast, wenn man dich schasst!“

Es reicht schon, wenn der Chor mal wieder jubelt und jodelt,
ganz ohne, dass da gleich wer in die Charité rodelt.
Nur das kleine Covi, nur das kleine Covi,
das will das nicht, und das verstehen wir nicht.

Covi, ich weiß, du bist doch eigentlich ganz locker,
ich weiß, ganz tief in dir drin, wünschst du dir’n Abgang als Rocker;
mutierst manchmal heimlich, spielst mit ’ner neuen RNA herum
und spülst dich runter im Klo und schwimmst in’s Nirgendwo.
Hallo Covi, kannst‘ mich hör’n?
Hallololöchen, Hallo!
Hallo Covi, kannst‘ mich hör’n?
Hallolo, Jodeldiho…

Quellen:
Bilder im Beitrag: Thomas Jung, mit Material aus der Stock Media Library

„Sonderzug nach Krankow“:
Musik von Glenn Miller („Chattanooga Choo-Choo“), 1941
Textvorlage: Udo Lindenberg („Sonderzug nach Pankow“), 1983
Arrangement und Covi-Textfassung: Thomas Jung
Ausführende: Christine Maubach, Johannes Bongartz, Fjodi (7 Jahre)
Audio-Produktion: Thomas Jung

Quelle: Wikipedia

P.S.:
Warum gibt’s in Köln eigentlich nur Nippes, während Berlin einen Gesundbrunnen hat?